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"Wenn man Parallelen ziehen möchte, dann geht das nicht nur ausschließlich aus kirchlicher Sicht. Man kann das ganze auch etwas weiter führen - wenn man das so sagen kann! Da sind zum Beispiel die verschieden Aufgaben eines Christen, die jeder in seinem Leben bewältigen muss. Und genauso kann man sagen, dass die Spieler auf dem Feld verschiedene Aufgaben haben. Auch die Spielregeln kann man auf das eigene christliche Leben beziehen. Denn auch hier gibt es Regeln, an die man sich halten sollte. Dann die Rolle des Trainers. Er sagt einem zwar, wie man sich verhalten soll, doch auf dem Platz hat jeder seine eigene Verantwortung zu tragen. Das kann man mit der Bibel vergleichen. Sie gibt einem Verhaltensweisen vor und ob man sich dran hält oder nicht, ist jedem seine eigene Sache. Am Ende eines Spiels/des Lebens fragt man sich, ob man alles richtige gemacht hat, ob etwas anders hätte gemacht werden können und so weiter.Bei der Erziehung ist es auch wieder so eine Sache. Man wird auf das Leben als Christ vorbereitet und genauso ist es bei dem Fußball vor dem Spiel. Wie du handelst, ist eben deine eigene Sache." Daniel

"Zwar besitzen einige Rituale von Fußball und Religion eine gewisse Ähnlichkeit, z.B. die Euphorie der Menschen, wenn die Fußballspieler das Spielfeld betreten und wenn der Papst eine Messe hält, jedoch beachten Sie auf Ihrer Seite gar nicht, dass die christliche Religion den 'Fans' etwas völlig anderes vermitteln will als der Fußball! Unsere Religion befasst sich mit Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Welt als Ganzes und möchte die 'Fans' dazu anleiten, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Beschäftigt sich der Fußball auch mit dieser Frage? Gibt dieser dem Leben einen Sinn und kann er letztendlich eine Antwort darauf geben?" (Rebecca und Theresa)

"Meiner Meinung nach sollte man Fußball nicht als Religion bezeichnen. Auch die Bezeichnung 'Fußballgott' finde ich unpassend. Es ist zwar sehr verständlich, dass Fans ihren Idolen nacheifern, dennoch sollte man die Idole nicht mit Göttern gleichstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fans Fußballspieler wirklich anbeten und auf Hilfe von ihnen hoffen." (Christian)

"Fußball und Religion sind zwei grundverschiedene Dinge. Erstens ist diese Behauptung zu oberflächlich, weil Religion mehr ist als Fußball: Beim Fußball geht es um Gewinnen oder Verlieren, möglichst viele Tore zu erzielen und den Endstand des Spieles. Doch bei der Religion ist dies nicht so. Religion ist tiefgründiger und es gibt keine Gewinner und Verlierer. Zweitens ist es eine Aufgabe der Religion den Anhängern Halt zu geben und auch in schweren Zeiten beizustehen. Auch wenn es für viele so eine Art 'Fußballgott' gibt, kann man es nicht so sagen. Er ist nur so lange ein 'Gott', so lange es einem gut geht, aber wenn schlechte Zeiten kommen und man Hilfe braucht, kann man sich nicht auf ihn verlassen bzw. zu ihm beten." (Petra und Christine)

"Geht es beim Fußball darum, den tieferen Sinn des Lebens zu finden? Besteht ein Fußball etwa aus Leib und Blut Christi? Ist die Spielerkabine mit einer Sakristei zu vergleichen? Stellt ein Fußballtrikot denn ein Äquivalent zum Talar dar? Ersetzen Schieds- und Linienrichter den Pfarrer und die Messdiener? Kann man Oliver Kahn wirklich als 'Fußballgott' bezeichnen? Welches Schicksal erwartet dann die Ex-Fußballgötter wie Günter Netzer oder Franz Beckenbauer? Ist Herr Möller schon heilig gesprochen worden oder kommt bei einem Faul Knecht Ruprecht?" (Janine, Sebastian und Florian, St.-Franziskus-Gymnasium Olpe)

"Religion hat einen tieferen Sinn, der beim Fußball nicht vorhanden ist. Der Fußball ist viel absoluter. Die Religion hingegen liefert nur einen Lösungsansatz auf tiefgründige Fragen. Der Fußball ist also diesseitig während die Religion jenseitig ist." (Alexander und Verena)

"Es scheint, als könne man zwischen den beiden Bereichen Parallelen ziehen, jedoch kann Fussball niemals eine Religion ersetzen, sowie Fussballspieler niemals Götter sein können. Würden Sie etwa einem Fussballspieler Ihre Sorgen anvertrauen und ihm zutrauen, Ihnen in schwierigen Situationen beizustehen? Ein Fussballer ist schließlich kein Übermensch und sicherlich nicht allmächtig! Oder können Sie vielleicht den Sinn des Lebens im Fussballstadion wiederfinden?" (anonym)

"Der Sinn von Religion und Fussball ist zu verschieden. Es gibt natürlich Menschen, die sich wegen ihrer areligiösen Einstellung weltlichen Dingen zuwenden und diese als Ersatz für die Religion ansehen. Jedoch sind wir der Meinung, dass Fussball Religion nicht ersetzen kann/sollte. Die Fragen, die Religion an die Menschen und die Welt im Allgemeinen stellt, können durch den Fussball oder andere weltliche Dinge nicht beantwortet werden. Somit denken wir, dass Fussballspieler kein Gottersatz darstellen können. Gott steht den Menschen in schwierigen Situationen oder Momenten, in denen sie ihn brauchen, bei und gibt ihnen Hoffnung. Diese wichtige Aufgabe Gottes kann von keinem Fussballspieler geleistet werden." (Britta und Anika)

"Sie ziehn Vergleiche zwischen der Kirche und dem Fußball und nicht zwischen Religion und Fußball. Die Kirche hat ihre Rituale und Heiligen usw., die auch im Fußball anzutreffen sind, denn die Kirche ist etwas weltliches genau wie der Fußball. Religion ist Glauben, Religion steht über der Welt. Religion existiert nur in den Menschen. Sie dient dazu elementare Fragen wie die nach dem Sinn des Lebens zu beantworten bzw. zu helfen eine Lösung zu finden! Ansonsten ne schöne Seite." (Ralph)